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FAST hätte ich es geschafft, im Urlaub abzunehmen. Kein „All Inclusive“, kein Abendbuffet, sondern Selbstverpflegung. Da hat man ja alles im Griff.
Von wegen!
Im Supermarkt gibt es den wunderbar leckeren Serranoschinken (mit Speckrand), und der Queso Flor („Blütenkäse“) ist eine Spezialität der Gegend. Beides genießt man am besten mit Rotwein der Region. Wenn dann auch noch die Ehefrau exzellent kocht, kann ich einfach nicht widerstehen.
Das hat also nicht geklappt.
Wieso kommen denn ganze Religionsgemeinschaften auf das FASTEN? Im Islam ist das Einhalten des Fastenmonats Ramadan eine der „fünf Säulen des Glaubens“, im Christentum gibt es die – weitgehend nicht mehr wahrgenommene – Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern, und neuerdings werden in dieser Zeit vielfach – auch ohne christlichen Hintergrund - „Sieben Wochen ohne xxx“ deklariert. Unter „xxx“ soll man dann etwas eintragen, was man ungern vermisst. Wenn Sie mehr wissen wollen:
http://www.7wochenohne.evangelisch.de/
Für mich hat „Fasten“ sehr viel mit „Loslassen“ zu tun. Kann ich – wenn ich Raucher bin – auf meine Zigaretten verzichten? Als Weintrinker auf mein Glas Rotwein? Als Fernsehfan auf den „Tatort“? Ich glaube, jeder hat da so seine Problemzone. Suchen Sie einmal Ihre. Welcher Verzicht auf eines der angenehmen - aber nicht zwingend nötigen - Dinge des Lebens würde Ihnen am schwersten fallen?
Es ist nicht die Rede von einem Leben als Mönch. Aber die Frage, ob WIR die Dinge bestimmen oder ob UNS die Dinge bestimmen, sei doch erlaubt. Es ist die Frage nach den Prioritäten.
Die meisten Leute glauben, dass man den Verzicht für eine gewisse Zeit wohl schaffen kann. Aber das wird erst klar, wenn ich es wirklich versuche. Schon viele haben dabei gemerkt, dass das gar nicht so einfach ist. „Woran du nun dein Herz hängst. …, das ist dein Gott“, sagt Martin Luther. Er war den guten Dingen durchaus zugetan. Man darf die Dinge genießen, aber nicht von ihnen abhängig werden, sondern loslassen können. Sie möchten vielleicht einwenden: Aus welchem Grund? Mit welchem Ziel?
Ich biete Ihnen die christliche Botschaft an. Die Fastenzeit endet zu Ostern, weil Jesus Christus aus dem Tod wieder lebendig geworden ist. Es gibt ewiges Leben, Wir können es haben. Aber nicht, wenn uns dies Leben auf der Erde wichtiger ist. Das auszuprobieren sollte uns den Verzicht z. B. auf eine Tafel Schokolade wert sein.
Geschrieben von: Hans-Victor Reuter
P.S.: Wenn Sie bis hierher gelesen haben und uns Ihre Adresse übermitteln (Tel.: (0511) 665585 / Mail: info@lkge.de), schenken wir Ihnen eine Tafel Schokolade. Versprochen! Ob Sie es dann wohl schaffen, auf etwas Angenehmes für sieben Wochen zu verzichten? Vielleicht möchten Sie uns sogar Ihre Erfahrungen mit dem Verzicht mitteilen? |